17. Staatspolitischer Salon: "Herrschaft durch Wohlstandsillusion"

Am Mittwoch, den 18.1, fand in München die erste Veranstaltung des IfS in diesem Jahr statt und widmete sich dem Thema "Herrschaft durch Wohlstandsillusion". Der Referent und Vorsitzende des Vereins für Staatspolitik, Andreas Lichert, zeigte dabei vielfach ausgeblendete Zusammenhänge und die Folgen verfehlter Wirtschaftspolitik - auch und gerade - in Deutschland auf.

Vor gut 70 Zuhörern wurde erläutert:
- Warum Deutschland nicht vom Euro profitiert,
- warum TTIP kein "kostenloses Konjunkturprogramm" ist,
- was die jüngste Vermögenserhebung der EZB zum gängigen Narrativ "Deutschland ist ein reiches Land" zu sagen hat.

Der Bezug zur metapolitischen Arbeit des IfS ist vor allem dadurch gegeben, dass sich politisches Engagement oder gar Widerstand gegen die Regierenden - oder muss man schon sagen Herrschenden? - sich zuverlässig im Keim ersticken lässt, sobald Bürger glauben, zu den wirtschaftlichen Profiteuren zu gehören. Der "gefühlte Wohlstand" ist eine mögliche Erklärung der fortschreitenden Selbstentmündigung des deutschen Bürgertums. Unsere Aufklärungsarbeit soll einen Beitrag zur Repolitisierung der Bürger leisten.


16. Staatspolitischer Salon: Das Lebenswerk Ernst Noltes

Wer die langen Wochen bis zum Staatspolitischen Kongreß am ersten Novemberwochenende sinnvoll nutzen will, sollte beim nächsten Staatspolitischen Salon in Berlin vorbeischauen. Die erste Veranstaltung nach der Sommerpause findet am 12. Oktober statt und widmet sich dem Werk des jüngst verstorbenen Historikers Ernst Nolte.

Hierzu wird einer der besten Kenner seines Werkes referieren: Siegfried Gerlich. Dieser hat nicht nur ein umfangreiches Buch über das Werk des großen Außenseiters der bundesrepublikanischen Geschichtswissenschaft vorgelegt, sondern mit ihm seinerzeit auch ein erhellendes Interview geführt und einige verborgene Motive von Noltes Denken offengelegt.

Ernst Nolte dürfte spätestens seit 1986, als er den sogenannten Historikerstreit auslöste, jedem Interessierten ein Begriff sein. Damals ging es um die Frage, ob die Judenverfolgung im Dritten Reiche eine Reaktion auf den Bolschewismus gewesen sei und es zwischen beiden einen „kausalen Nexus“ gegeben habe. Seitdem war Nolte, der sich zuvor allgemeiner Wertschätzung erfreute, geächtet.

Das Werk des Historikers, der ab 1973 in Berlin lehrte und auch hier beerdigt wurde, läßt sich allerdings nicht auf diese Auseinandersetzung reduzieren. Er sah sich in der Tradition der „Geschichtsdenker“ und hat z.B. auch eine Gesamtdeutung des Menschen als historisches Wesen vorgelegt. Es gibt über den „Faschismus“ hinaus also genügend Themen, die an diesem Abend besprochen werden können.

Der Salon findet am 12. Oktober in Berlin statt, Beginn ist diesmal bereits um 19 Uhr. Anmeldungen bitte an anmeldung@schnellroda.de. Die Anmeldebestätigung enthält nähere Informationen.


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