12 JAHRE MERKEL – VERHÄNGNISVOLLE WEICHENSTELLUNGEN FÜR DEUTSCHLAND

Nach dem knap­pen Sieg, den An­ge­la Mer­kel bei der Bun­des­tags­wahl im Herbst 2005 er­run­gen hat­te, ahn­te kaum je­mand, daß sie zwölf Jah­re re­gie­ren wür­de und sich jetzt an­schickt, die Re­gie­rungs­zei­ten von Kon­rad Ade­nau­er und Hel­mut Kohl zu über­ho­len bzw. zu ega­li­sie­ren. Der Schlüs­sel zu ih­rem Er­folg liegt in der von ihr selbst so oft be­schwo­re­nen Al­ter­na­tiv­lo­sig­keit. 

Wer Rot-Grün nicht woll­te, muß­te CDU und da­mit Mer­kel wäh­len. Doch ihre ei­gent­li­che Macht be­ruht auf ei­ner prag­ma­ti­schen Prin­zi­pi­en­lo­sig­keit, mit der sie alt­her­ge­brach­te CDU-Über­­zeu­­gun­­­gen (den »Mar­ken­kern«) über Bord warf und da­mit den ver­meint­li­chen ge­sell­schaft­li­chen Mehr­hei­ten folg­te.

Da­her stellt sich die Fra­ge, wor­an man Mer­kels Kanz­ler­schaft mißt. Geht es um den Wohl­stand der Bür­ger oder um die Sou­ve­rä­ni­tät Deutsch­lands? Geht es um das Be­wah­ren der Iden­ti­tät oder geht es um die Au­ßen­han­dels­bi­lanz? Je nach­dem, wo­nach man Mer­kels Kanz­ler­schaft be­wer­tet, wird man zu an­de­ren Er­geb­nis­sen kom­men. Doch blicken wir auf die Fak­ten: Wel­chen Her­aus­for­de­run­gen muß­te sich Mer­kel stel­len, wel­che ver­häng­nis­vol­len Wei­chen­stel­lun­gen hat sie voll­zo­gen? Wie geht es wei­ter?

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