Vom 17. bis 19. Fe­bru­ar 2017 fin­det die näch­ste Win­ter­aka­de­mie des In­sti­tuts für Staats­po­li­tik in Schnell­ro­da statt. Das The­ma ist ak­tu­ell und zeit­los zu­gleich.

Es geht um „Ge­walt“, die uns täg­lich min­de­stens als Nach­richt be­geg­net und die eine an­thro­po­lo­gi­sche Kon­stan­te be­zeich­net, um de­ren He­gung und Ent­fes­se­lung sich von al­len mög­li­chen Sei­ten mit un­ter­schied­li­chem

Er­folg be­müht wur­de.

Nicht im­mer geht es da­bei um „nack­te Ge­walt“, son­dern oft um Spra­che, mit der ef­fi­zi­en­ter ver­letzt und ge­tö­tet wer­den kann, ohne den an­de­ren kör­per­lich zu be­drän­gen.

Ge­schich­te und Ge­gen­wart bie­ten für jeg­li­che Form von Ge­walt ge­nü­gend Bei­spie­le, über de­ren Ur­sa­chen und Fol­gen es auf der Aka­de­mie ge­hen wird.

Eben­so in­ter­es­sant ist die Fra­ge nach der Ge­walt­dy­na­mik und der Rol­le, die da­bei den Recht­fer­ti­gern zu­kommt, die Ge­walt als Mit­tel zur Her­stel­lung ih­rer idea­len Welt pro­pa­gie­ren, wie das bei Kom­mu­ni­sten und Na­tio­nal­so­zia­li­sten der Fall war.

Von die­ser Auf­fas­sung hat sich die Lin­ke in gro­ßen Tei­len bis heu­te nicht frei ge­macht.

Das Cre­do der Iden­ti­tä­ren ist da­ge­gen die Ge­walt­lo­sig­keit, de­ren Er­folgs­aus­sich­ten wir eben­falls (mit Mar­tin Sell­ner) dis­ku­tie­ren wol­len. Es geht aber nicht nur in po­li­ti­scher Hin­sicht um die Ge­walt­fra­ge, son­dern auch dar­um, wel­chen Zu­sam­men­hang es zwi­schen Ver­tei­di­gungs- und Ge­walt­be­reit­schaft gibt.

Die Hilf­lo­sig­keit des Staa­tes und der deut­schen Män­ner in der Köl­ner Sil­ve­ster­nacht gibt ge­nü­gend An­laß, hier ein of­fe­nes Wort zu wa­gen. Ob „feh­len­de Thy­mos­span­nung“ (das The­ma von Dr. Marc Jon­gen) oder „feh­len­de Eier“ (sinn­ge­mäß das The­ma von Jack Do­no­van), die Fol­gen sind die­sel­ben.

Wie in den letz­ten Jah­ren wer­den wir ma­xi­mal 130 Teil­neh­mer­plät­ze zu ver­ge­ben ha­ben. Ne­ben sie­ben Vor­trä­gen (für die nam­haf­te Re­fe­ren­ten an­ge­fragt sind oder be­reits zu­ge­sagt ha­ben) gibt es wie im­mer ei­nen Film­abend, Sport und aus­rei­chend Ge­le­gen­heit zum Aus­tausch.

Die Hö­rer­bei­trä­ge sind nicht hoch. Wer Geld ver­dient, be­zahlt – nach Er­halt der An­mel­dungs­be­stä­ti­gung – für zwei Über­nach­tun­gen, Voll­pen­si­on und alle Vor­trä­ge 100 €, alle an­de­ren be­zah­len 50 €. Die Aka­de­mie ist Teil­neh­mern un­ter 35 Jah­ren vor­be­hal­ten. Das Ta­gungs­pro­gramm mit dem An­mel­de­bo­gen ist hier her­un­ter­zu­la­den.

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