Die Sommerakademie des Instituts für Staatspolitik steht vor der Tür und die Anfragen, wann es denn endlich losgeht und wie man sich anmelden kann, häufen sich.

Knapp acht Wochen vor der Akademie, die vom 15. bis 17. September in Schnellroda stattfindet, eröffnen wir die Anmeldeliste und können gleich mitteilen, daß wir wieder maximal 130 Plätze zur Verfügung haben. Mehr gibt der Saal nicht her, wenn man dem Anspruch der Akademie, ein Ort der freien Rede (und nicht der Verkündigung) zu sein, gerecht werden will.

Eine Woche vor der von einigen Leitartiklern zur Schicksalswahl erklärten Bundestagswahl widmen wir uns dem Thema „Parteienherrschaft“. An dieser Tatsache, daß in Deutschland die Parteien herrschen, wird die Wahl im September naturgemäß nichts ändern, auch wenn sich unter den Parteien im Bundestag eine neue Farbe befinden sollte. Ob sich daraus eine ernsthafte Opposition entwickelt, hängt nicht zuletzt davon ab, wie stark der Wille ist, sich den Oligarchisierungstendenzen zu entziehen. Daß diese übermächtig sind, kann man am Schicksal der Grünen und der Linkspartei studieren.

Die Akademie beschränkt sich daher nicht auf die Klassiker der Parteienkritik, die natürlich dennoch den ihnen gebührenden Platz eingeräumt bekommen, sondern nimmt vor allem die politische Gegenwart der Bundesrepublik in den Blick. Dabei gilt es u. a. folgende Fragen zu behandeln:

  • Welches Selbstverständnis haben die Parteien von sich selbst?
  • Ist der Verfassungsschutz ein Machtinstrument des Parteienstaates?
  • Warum unterstellt man den politischen Konkurrenten Populismus und bezeichnet sich selbst als Demokraten?
  • Wie sieht es im Innern einer Volkspartei aus?
  • Welche ideologischen Weichenstellungen haben zur Parteientreue der Deutschen geführt?

Neben den sieben Vorträgen, für die wir u. a. Steffen Dietzsch, Henry Nitzsche, Josef Schüßlburner und Thor v. Waldstein gewinnen konnten, gibt es wie immer einen Filmabend, Sport und ausreichend Gelegenheit zum Austausch.

Die Hörerbeiträge sind nicht hoch. Wer Geld verdient, bezahlt für zwei Übernachtungen, Vollpension und alle Vorträge 100 €, alle anderen bezahlen 50 €. Die Akademie ist Teilnehmern unter 35 Jahren vorbehalten. Das vorläufige Tagungsprogramm mit dem Anmeldebogen gibt es hier.