Nach­dem wir in der letz­ten Wo­che in Mün­chen un­se­ren Jah­res­auf­takt mit ei­nem Vor­trag be­ge­hen konn­ten, geht es in ei­ner Wo­che, am 1. Fe­bru­ar, in Ber­lin mit dem Staats­po­li­ti­schen Sa­lon wei­ter. Es wird der letz­te Sa­lon in die­sem Win­ter­se­me­ster sein, be­vor wir die Rei­he dann im Mai fort­set­zen. Das The­ma des Sa­lons könn­te ak­tu­el­ler kaum sein: „Kann man in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land eine po­li­tisch rech­te Po­si­ti­on ver­tre­ten?“ Wir ha­ben dazu den Ju­ri­sten Jo­sef Schüßlbur­ner, Re­gie­rungs­di­rek­tor in ei­nem Bun­des­mi­ni­ste­ri­um, als Re­fe­ren­ten ein­ge­la­den, der auf dem Ge­biet der Mei­nungs­frei­heit und ih­rer durch den Ver­fas­sungs­schutz ge­setz­ten Gren­zen ein aus­ge­wie­se­ner Ex­per­te ist.

Herr Schüßlbur­ner hat vor vie­len Jah­ren ge­mein­sam mit Prof. Dr. Hans-Hel­muth Knüt­ter den Al­ter­na­ti­ven Ver­fas­sungs­schutz­be­richt her­aus­ge­ge­ben und die­sen Fa­den im letz­ten Jahr mit der Stu­die Ver­fas­sungs­schutz – Ex­tre­mis­mus der po­li­ti­schen Mit­te wie­der auf­ge­nom­men. An­laß für die neue Stu­die wa­ren die bis heu­te im­mer wie­der er­ho­be­nen For­de­run­gen, die AfD vom Ver­fas­sungs­schutz be­ob­ach­ten zu las­sen. Daß die­se For­de­run­gen vom po­li­ti­schen Geg­ner kom­men, sagt viel über den Ver­fas­sungs­schutz selbst aus, der we­ni­ger die Ver­fas­sung schützt als un­lieb­sa­me Mei­nun­gen durch Be­ob­ach­tungs­dro­hun­gen zu stig­ma­ti­sie­ren. Das The­ma des Staats­po­li­ti­schen Sa­lons ist aber nicht nur vor dem Hin­ter­grund der letz­ten Rede Björn Höckes in Dres­den von In­ter­es­se, son­dern hat auch durch die Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts in Sa­chen NPD-Ver­bot ei­nen au­ßer­or­dent­lich ak­tu­el­len Be­zug.

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