Nach­dem der un­se­li­ge Ja­kob Aug­stein zum wie­der­hol­ten Male das Ge­spenst des “na­tio­na­len So­zia­lis­mus”, mit dem die AfD auf dem Weg zur neu­en Volks­par­tei sei, be­schwo­ren hat, wird es Zeit, daß wir uns in dem be­schei­de­nen Rah­men des Staats­po­li­ti­schen Sa­lons ein­mal die­ses The­mas an­neh­men, um es auf sei­ne De­bat­ten­taug­lich­keit ab­zu­klop­fen. Da­bei geht es we­ni­ger um die durch­schau­ba­re Ab­sicht von Aug­stein, gei­sti­ge Ge­nea­lo­gien zu kon­stru­ie­ren, als um den Prüf­stein der Wirk­lich­keit, dem sich sol­che ge­dank­li­chen Kon­struk­te stel­len müs­sen.

Ich freue mich, daß wir dazu Be­ne­dikt Kai­ser als Re­fe­rent in Ber­lin be­grü­ßen kön­nen, der seit An­fang des Jah­res die Ar­beit des IfS in Hal­le si­cher­stellt. Er hat vor ei­ni­ger Zeit nicht nur ein Buch mit dem Ti­tel Quer­front ver­öf­fent­licht, der vor al­lem auf der lin­ken Sei­te für Ir­ri­ta­tio­nen sorg­te, son­dern auch in zahl­rei­chen Ar­ti­keln auf die Her­aus­for­de­run­gen der Di­gi­ta­li­sie­rung und Glo­ba­li­sie­rung hin­ge­wie­sen, de­nen sich auch das rech­te Den­ken stel­len muß. Sein Vor­trags­the­ma lau­tet: Quer­front im Zeit­al­ter des di­gi­ta­len Ka­pi­ta­lis­mus? Im An­schluß wird er un­se­re Fra­gen be­ant­wor­ten.