Archiv – vergriffene Studien zum Download

In den nunmehr 17 Jahren unserer Tätigkeit sind in unseren Studien viele Themen behandelt worden, die weiterhin von Relevanz sind, bei denen der Nachdruck vergriffener Studien aber nicht lohnt. Daher stellen wir diese Studien hier kostenfrei zum Herunterladen zur Verfügung.

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Studie 22 – Warum Deutschland nicht vom Euro profitiert

„Deutschland profitiert vom Euro, wie kaum ein anderes Land in der Europäischen Union.“ Das jedenfalls behauptet Bundeskanzlerin Angela Merkel und mit ihr die politische Elite des ganzen Landes. Hinterfragt wird dieses Paradigma deutscher Finanz- und Wirtschaftspolitik nur von den äußersten Rändern des politischen Spektrums. In der breiten Mitte hat sich dagegen eine messianische Aufladung des Euros durchgesetzt, die an seine Rettung das Schicksal Europas, ja sogar die Entscheidung über Krieg und Frieden, knüpft.

Daß Deutschland ein ganz besonderer Profiteur des Euro sei, wird nicht zufällig zu einem Zeitpunkt ständig und lautstark wiederholt, als in schneller Folge immer gigantischere Rettungspakete für verschiedene Länder und Institutionen geschnürt werden und Deutschland die Hauptlasten zu tragen hat. Obwohl dieser enorme Mitteleinsatz von Hunderten Milliarden Euro gleichzeitig als alternativlos dargestellt wird, soll beim deutschen Volk der Eindruck erweckt werden, diese Beträge seien lediglich eine Kompensation des übergroßen Nutzens, den Deutschland vom Euro habe.

Studie 14 – Die Bueb-Debatte

Es scheint ein Krisenbewußtsein langsam zur Geltung zu kommen, das auf Übelstände reagiert – solche, die sich über lange Zeit aufgebaut haben und solche, die erst in den letzten Jahren akut geworden sind. Den Tatsachenfeststellungen ist im einzelnen ihre Richtigkeit nicht zu bestreiten, und es soll der Einfluß jener nicht gering geschätzt werden, die sie vortragen. Trotzdem bleiben sie wirkungslos, lebt die Allgemeinheit in Mißständen, auch solchen, die massenhaft beklagt werden und sich für die eigene oder die Zukunft kommender Generationen gravierend auswirken können. Man ist zwar fallweise empörungsbereit, aber zu einer durchgreifenden Änderung kommt es nicht.

Bernhard Bueb paßt in dieses Bild. Von seinem im Herbst 2006 erschienenen Buch Lob der Disziplin wurde etwa eine halbe Million Exemplare verkauft, er war in fast jeder bedeutenden Talk Show, hatte die Unterstützung von FAZ und Bild und konnte bei Vorträgen und öffentlichen Debatten seine Positionen darstellen und verteidigen. Das Provozierende seiner Thesen wurde durchaus wahrgenommen und gewürdigt. Aber wer den Bildungssektor aufmerksam beobachtet, wird nicht feststellen können, daß sich entscheidendes getan hätte oder die Anstöße Buebs tatsächlich zum Umdenken und zum Anders-Handeln führten. Es bleibt der irritierende Sachverhalt, daß Analyse der Lage, und Akzeptanz der Analyse und Bereitschaft zur Korrektur der Lage in einem seltsamen Mißverhältnis stehen.

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Studie 13 – Extremismus als Mode

 

Zwei Mal in ihrer Geschichte ist die 1848 im Zuge der deutschen nationalstaatlichen Freiheitsbewegung gegründete Burschenschaft Danubia, die älteste noch bestehende burschenschaftliche Verbindung in der bayerischen Landeshauptstadt München, aufgrund staatlicher Eingriffe aufgelöst worden. Dies geschah 1853 in der sog. Reaktionszeit als autoritäre Repression auf die Beteiligung der Burschenschaft an den revolutionären Vorgängen von 1848 und 1935 erfolgte dann die erzwungene Selbstauflösung durch die nationalsozialistische Gleichschaltung, die sich auch auf die Burschenschaften erstreckte.

Unter der Verantwortung des langjährigen bayerischen Innenministers, Dr. Günther Beckstein (CSU), der mittlerweile zum Ministerpräsidenten des Freistaates avanciert ist, läuft nunmehr, in jenen verhängnisvollen Traditionsstrang politischer Unterdrückung eingeordnet, die dritte Verfolgungsmaßnahme…

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Studie 12 – ’68 – Ursachen und Folgen

Die Lage ist unübersichtlich. Der Spiegel bringt eine Reportage über ein Veteranentreffen der APO und fordert halb ernsthaft, halb belustigt »Gnade für die Achtundsechziger«, die Konkurrenz vom Stern zeigt sich dagegen entschlossen, das Erbe der Revolte zu verteidigen. Hans-Magnus Enzensberger, weiland Herausgeber des linken Leitorgans Kursbuch, möchte eigentlich gar nicht dabei gewesen sein, während der Doyen des europäischen Marxismus, Eric Hobsbawm, den Mangel an revolutionärem Durchsetzungswillen bei den Akteuren kritisiert.
Das Haus Springer sucht den historischen Kompromiß mit den Protagonisten der Kampagne »Enteignet Springer!«, während der Chefredakteur von Bild sich an einer Generalabrechnung versucht, und die Hör Zu, die auch demselben Medienkonzern zugehört, Lobeshymnen auf die Verfilmung von Bölls Sympathisantenmärchen Die verlorene Ehre der Katharina Blum bringt. Das bürgerliche Feuilleton flicht Simone de Beauvoir Kränze aus Anlaß ihres 100. Geburtstags und eine CDU-Funktionärin schlägt vor, eine Bibliothek nach Alice Schwarzer zu benennen, um deren Beitrag zur Emanzipation der Frau zu würdigen.

Zeitgleich taucht in der Debatte über Werteverfall und Bildungskatastrophe der Verdacht auf, an diesem Unheil sei das Wirken der Achtundsechziger schuld.

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Studie 11 – Meine Ehre heißt Reue

Der »Fall Wilkomirski« dürfte nur wenigen ein Begriff, zumal er sich Ende der neunziger Jahre zutrug. Die vermeintliche Biographie handelt von Wilkomirskis Kindheitserlebnissen, die er nach eigenen Aussagen
erst durch jahrzehntelange Nachforschungen bruchstückhaft rekonstruieren konnte. Es war die Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges, und
Wilkomirski war Jude in dieser Zeit. Die Schilderungen seines Leidensweges, in Riga und durch zwei Konzentrationslager in Polen, sind drastisch – und falsch. Die angebliche Autobiographie ist in allen wesentlichen Punkten frei erfunden.

Vor dieser Enthüllung war das Buch jedoch international hochgejubelt worden und selbst danach versuchte das Establishment seinen „Star“ zu retten. Der Schweizer Psychoanalytiker Mario Gmür umschreibt die »Überzeugungskrankheit« folgendermaßen:
Die »geliehene jüdische Holocaust-Biographie […] verspricht zudem in einem Umfeld, wo der Holocaust eine wachsende öffentliche, mediale und literarische Aufmerksamkeit erhält, einen großen sekundären Krankheitsgewinn. […]  Die unbedeutende Opferrolle des unehelichen und adoptierten Kindes wird gegen die dramatischere, mehr Aufsehen erregende Opferrolle des Holocaustopfers eingetauscht.«

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Studie 10 – Parteigründung von rechts

Die vorliegende Studie beschäftigt sich mit der Frage, ob es möglich ist, eine bürgerliche Rechtspartei neben der CDU so zu gründen und zu etablieren, daß ihre Mitglieder nicht mehr ins Hinterzimmer einer Gaststätte oder in einen VW-Golf passen?

Die Autoren wollen nicht verhehlen, daß es mit seiner Arbeit stets auch versucht, junge Leute von einem Engagement in einer Partei abzubringen?? Auf die Frage nämlich, was die Arbeit in den Strukturen einer Partei ausmache, lautet die übereinstimmende Auskunft von Parteipolitikern selbst der unteren Ränge, daß über 80 Prozent der Arbeitszeit für den Aufbau von Seilschaften oder die Zerstörung der Personalstruktur des »Parteifreundes« drangegeben werden muß?

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Studie 9 – „Das hier ist Krieg“

Innerhalb weniger Wochen ist die europäische Öffentlichkeit auf dramatische Weise mit einer Realität konfrontiert worden, die in Jahrzehnten Gestalt angenommen hat. Sie wurde bisher aber kaum zur Kenntnis genommen und von interessierten Kreisen totgeschwiegen oder verharmlost: Gemeint ist die Verwandlung des alten Kontinents in ein ethnisch und kulturell fragmentiertes Gebilde, ein Konglomerat von Vielvölkerrepubliken, deren innere Stabilität verfällt.

Bemerkenswert an den öffentlichen Debatten über das Thema war das Zurücktreten des humanitären Pathos, das bisher bei ähnlichen Gelegenheiten sofort die Debatte beherrscht und jede restriktive Maßnahme unmöglich gemacht oder mindestens sehr geschwächt hatte. Es schien, als seien sich die professionellen Befürworter verstärkter Einwanderung darüber klar, daß ein politischer Klimawandel drohe: Die Europäer würden nicht mehr nur hinter vorgehaltener Hand bekunden, daß »das Boot voll ist«, sondern mit Unruhe auf jede neue Migration in Masse oder auf dem Sickerweg reagieren.

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Studie 8 – Politik ohne Überzeugung

Am Ende des Jahres 2005 steckt die Bundesrepublik Deutschland in einer schweren Krise. Vielen dämmert es langsam, daß in Bereichen wie Wirtschaft, Zuwanderung, Demographie, Bildung oder innerer Sicherheit nur noch drastische Maßnahmen überhaupt eine Wende hin zur Stabilisierung und Zukunftsfähigkeit des Landes herbeiführen könnten. Solche Maßnahmen würden allerdings einen grundsätzlichen mentalen Wandel erfordern, der angesichts einer nach wie vor ungebrochenen Lufthoheit linksliberaler Weltanschauung in Politik und Medien nicht in Sicht ist.

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Studie 7 – Kritik als Ideologie

Die Rede vom „Diskurs“ ist bei konservativen Denkern nicht wohl gelitten. Der Begriff riecht mindestens nach Habermas, nach dem Insistieren auf endloser, sich selbst genügender und -erschöpfender Diskussion und nach Ablenkung vom politisch Wesentlichen: notwendiger Dezision.

Die vorliegende Studie begibt sich darum auf die Suche nach Möglichkeiten, die „Kritische diskursanalyse“ selbst zu kritisieren. Sie wird verschiedene Ansätze bezüglich deren Plausibilität und deren Chance, in einem weiteren Umfeld als dem eher überschaubaren Kreis der „rechtsintellektuellen“ Rezipienten Anschluß zu finden, diskutieren.

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Studie 6 – Erosion der Mitte

Um zu verstehen, warum im derzeitigen politischen Klima der Bundesrepublik eine von Verdacht und Gesinnungsschnüffelei geprägte Großwetterlage entstehen konnte und aus welchen Gründen deren Protagonisten anscheinend so unwidersprochen agieren können, seien in dieser Studie kursorisch die ideengeschichtlichen Wurzeln sowie die jüngeren innenpolitischen Entwicklungen beleuchtet, welche den „Kampf gegen Rechts“ in seiner gegenwärtigen Ausprägung einerseits ermöglichen und andererseits legitimieren und plausibilisieren.

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Studie 5 – Die neue Rechte

Die Schärfe und Unsachlichkeit, mit der seit etwa drei Jahrzehnten in Deutschland – aber nicht nur in Deutschland – über die »Neue Rechte« diskutiert wird, hängt zusammen mit einem politischen Klimawechsel und einer Veränderung in den Kriterien zur Beurteilung ideologischer Fragen . Hatte die Ächtung »rechter« Positionen in der Nachkriegszeit nur das völkisch-rassische und neonationalsozialistische Gedankengut betroffen, weitete sich die Delegitimierung seit dem Ende der siebziger Jahre auf grundsätzlich alle Einstellungen aus, die jenseits einer neu – und das heißt »antifaschistisch« – definierten Mitte lagen . Das in vielen, auch vielen wissenschaftlichen, Arbeiten über die politische Rechte hervortretende Desinteresse an Differenzierung ist darum nicht nur ein Ergebnis mangelnder Einsicht, sondern eine schlechte Angewohnheit, bestenfalls motiviert durch geistigen Verfassungsschutz, schlimmstenfalls begründet in dem agitatorischen Bedürfnis, der eigenen Seite nur einen Feind zu zeigen.

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Studie 4 – Politische Kampagnen

In Robert Musils Aphorismen findet sich die Sentenz, daß Politik Wille sei, und nicht Wahrheit. Wie dieser politische Wille medial und öffentlich durchgesetzt werden kann, soll Gegenstand dieser Studie sein.

In der „Informationsgesellschaft“ steht der Kampf um die Aufmerksamkeit der sogenannten „Öffentlichkeit“ im Vordergrund politischer Kommunikationsstrategien. Instrument hierfür ist die Public relationsampagne, die ihren Weg in die politische Auseinandersetzung längst gefunden hat.

Der Begriff der Kampagne hatte ursprünglich eine militärische Bedeutung. Er bezeichnete einen „Feldzug“. Und in der Tat haben wir es hier mit einem politisch-medialen Feldzug zu tun. Dieser zielt auf die verschiedensten Zielgruppen, immer aber auf die „breite Öffentlichkeit“, deren Unterstützung sich der Initiator einer Kampagne bei der Durchsetzung seiner politischen Ziele zu sichern trachtet…

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Studie 3 – Nationale Identität

Was bei allen Debatten um die Identität der Deutschen vorausgesetzt werden durfte, war die Annahme, daß es so etwas wie die „nationale Identität“ überhaupt gebe, daß ihr Vorhandensein wünschenswert sei und ihr Verlust einen gravierenden Schaden bedeute. Insofern kann man die drei ersten Phasen von den beiden letzten unterscheiden, die mit der Wiedervereinigung und dann in der jüngsten Vergangenheit anzusetzen sind. Bei diesen Kontroversen standen sich nicht mehr Parteien gegenüber, die die jeweils richtige Deutung von „nationaler Identität“ in Anspruch nahmen, hier traten die erklärten Feinde „nationaler Identität“ gegen ein Häuflein von Verteidigern an.

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Studie 2 – Der Aufstand der Anständigen

Die folgende Studie über die nach wie vor laufende „Kampagne gegen Rechts“ will nicht bei einer kritischen Sichtung der Ereignisse stehen bleiben, sondern eine gesamtgesellschaftliche Einordnung versuchen. Diese Einordnung wird sich an zwei Thesen orientieren. Die erste These besagt, daß der Rechtsextremismus eine Art negativer Sinnstiftung in einer Gesellschaft darstellt, die die „Bestände des Gemeinsinns”, von denen sie Jahrzehnte zehren konnte, offensichtlich verbraucht hat.

Die andere These geht davon aus, daß die aktuelle Kampagne gegen Rechts der Durchsetzung eines neuen Werteparadigmas dient. Dieses neue Werteparadigma, das auf der Zielsetzung einer multiethnischen Gesellschaft auf deutschem Boden aufbaut, soll aus Sicht der großen Mehrheit der Gesellschaftsingenieure in Politik und Medien an die Stelle des bisherigen Werteparadigmas treten, dem ein homogener Gesellschaftsbegriff zugrundeliegt. Je mehr nun dieses alte Werteparadigma in der öffentlichen Wahrnehmung mit dem „Rechtsextremismus“ verschränkt wird, desto leichter fällt die Durchsetzung des neuen Werteparadigmas als Ausdruck „gesellschaftlichen Wandels“ bzw. „Fortschritts“.

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Studie 1 – Zuwanderung nach Deutschland

Diese Studie befaßt sich mit den übertriebenen Erwartungen und dem unterschätzten Konfliktpotential in einer zunehmend multikulturellen Gesellschaft. Sie beruft sich dabei auf internationale Erfahrungen, Quellen und Experten, vor allem aus dem angelsächsischen Raum. Die Debatte über mögliche Fehleinschätzungen und übertriebene Erwartungen wird dort realistischer geführt als in Deutschland. Denn Zuwanderung kann positive Auswirkungen haben, aber auch Länder destabilisieren.

Schwerpunkt der folgenden Ausführungen ist die Auswirkung der Einwanderung nach Deutschland. Diese Studie stellt die Frage, ob die Folgen dieser Migration auf Dauer den Menschen, Einheimischen wie Eingewanderten, eine bessere Zukunft ermöglichen.

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