TTIP

ELITENPROJEKT AUF KOSTEN DER BÜRGER

Die Dis­kus­si­on um das Für und Wi­der der Trans­at­lan­ti­schen Han­­dels- und In­ve­sti­ti­ons­part­ner­schaft (Trans­at­lan­tic Tra­de and In­vest­ment Part­nership, kurz TTIP) streift vie­le Po­li­tik­fel­der und von be­trächt­li­cher Kom­ple­xi­tät.

Das Estab­lish­ment nährt die Wahr­neh­mung, daß durch TTIP wirt­schaft­li­che Vor­tei­le zu er­war­ten sind, es ist die Rede vom »ko­sten­lo­sen Kon­junk­tur­pro­gramm«. Da­mit folgt man ei­nem be­währ­ten Mu­ster, näm­lich Deutsch­lands Bür­gern »un­be­que­me« Ent­wick­lun­gen und Ge­set­zes­vor­ha­ben mit öko­no­mi­schen Ver­spre­chun­gen zu »ver­kau­fen«.

Ge­gen­stand der vor­lie­gen­den Stu­die ist die Un­ter­su­chung und das kri­ti­sche Hin­ter­fra­gen die­ses wirt­schaft­li­chen Vor­teils. Ist er über­haupt rea­li­stisch zu er­war­ten bzw. un­ter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen tritt er ein? Wer sind die Pro­fi­teu­re, wer die Ver­lie­rer von TTIP und wel­che ge­sell­schaft­li­chen Aus­wir­kun­gen sind zu er­war­ten? Die Er­fah­run­gen aus den De­bat­ten um die Euro-Kri­­se, die gi­gan­ti­schen Ret­tungs­pa­ke­te und die wirt­schaft­li­che Schmack­haft­ma­chung des mil­lio­nen­fa­chen »Fach­kräf­te­imports« näh­ren den Ver­dacht, daß mit dem Ar­gu­ment des wirt­schaft­li­chen Nut­zens der Sou­ve­rän, das deut­sche Volk, in die Zu­stim­mung ge­lockt wer­den soll, ob­wohl bei ob­jek­ti­ver Be­trach­tung das Ge­gen­teil, also wirt­schaft­li­che Nach­tei­le zu er­war­ten sind.

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